von Janus, 30.04.2006

Monat der kurzen Wege

Die Saison neigt sich dem Ende zu. Passend zu Tabellenplatz und Punktestand gab es auch in den Spielen im April für Fortuna nichts Aufsehenerregendes. Zwei Heimspiele, in denen die Meisterschaft um die Goldene Ananas ausgespielt wurde, zwei Auswärtsspiele direkt vor der Haustür, bei denen es zumindest für die jeweiligen Gegner noch um etwas ging. Daher wurden die Spiele trotz allem recht sehr unterhaltsam gestaltet, denn selbst Fortuna traut sich nicht, gleich die letzten 8 Spiele einer Saison abzuschenken.
Somit war zumindest in den April-Spielen noch ordentlich was los.

Fortuna goes to Ober(liga)hausen


Am 08.04.2006 trat Fortuna in der Nachbarschaft bei RW Oberhausen an. Das ist der Verein, der im Sommer 2004 erst am letzten Spieltag nur um einen Punkt den Aufstieg in die 1. Liga verpasst hatte. Okay, hat schon damals bei denen kaum jemand gemerkt. Jetzt steigen sie schon wieder ab, und wieder merkt es keiner. Die Oberhausener Verkehrsbetriebe hatten sich eine Freikarten-Aktion einfallen lassen, für stolze Besitzer diverser Schüler- und Studenten-Monatskarten gab es bei Vorlage selbiger Tickets Freikarten für das Spiel. Es fruchtete nicht wirklich, insgesamt waren es 3.603 Zuschauern, davon allerdings die Hälfte Fortuna-Anhänger. Eigentlich traurig, wenn man sich dieses große Stadion anguckt. Wie viele nächstes Jahr gegen den GFC Düren oder den VfB Homberg noch vor Ort sein werden, will man da nicht wirklich erahnen. Der KFC Uerdingen lässt grüßen.

Fortuna siegte 2:0 in Oberhausen und brachte den Gastgeber dem direkten Durchmarsch von Zweiter in die Oberliga wieder ein Stück näher. Es war ein schwaches Spiel, dessen Aufreger eigentlich schon vor dem Spiel lagen: von der Unfähigkeit des Ordnungspersonals, die richtigen Parkplätze zuzuweisen, was immerhin dazu führte, dass ich jetzt alle Parkplätze direkt vor dem Stadion (2a, 2b und 2c) kenne, über die wieder mal hervorragende Verpflegung in Form Oberhausener Nackensteaks bis zur Einlage von Marcus Feinbier, der unmittelbar vor Anpfiff des Spiels an der Seitenlinie das Beinkleid wechseln musste, weil ihm der Gummizug gerissen war, was den weiblichen Zuschauern das ein oder andere „Ah“ und „Oh“ entlockte ­ all dies war zumindest aufregender als die erste Viertelstunde, in der sich RWO hinten versteckte, und Fortuna auch nicht viel nach vorne machte.
Bei Fortuna erhielt überraschend Jörg Albertz im Mittelfeld eine schöpferische Denkpause, während Oliver Barth wieder in die Abwehr rückte und Kapitän Dirk Böcker das Grätschen im defensiven Mittelfeld überließ, was dieser auch vorzüglich erledigte. Wie sich überhaupt die Partie zumeist im Mittelfeld abspielte, Torchancen Mangelware. Dies änderte sich erst als RWO nach 20 Minuten ein wenig aufmachte und nach vorne spielte. Es ergaben sich einige gute Chancen, die dickste hatte Ernst, als er nach einem schnell ausgeführten Freistoß über rechts völlig frei auf Torwart Deuß zu stürmte, dieser aber geschickt den Winkel verkürzte, den Schuss per Fußabwehr klären konnte und anschließend seine Vorderleute mal so richtig zur Sau machte. Die wachten daraufhin wenigstens ein bisschen auf und zeichneten auch für die dickste Chance der ersten Halbzeit verantwortlich, als Feinbier nach genialem 30-m-Pass von Kruse völlig frei vor Daniel Masuch auftauchte, dieser jedoch glänzend parieren konnte. Der abprallende Ball erhielt dadurch so viel Effet, dass er Podszus, der das leere Tor vor sich hatte, durch die Beine sprang. Würde gerne mal wissen, wann dem so etwas zuletzt passiert ist, wahrscheinlich in der E-Jugend. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit war RWO spielbestimmend, ohne dass noch großartig etwas dabei herumgekommen wäre, allerdings zeigte sich die Fortuna-Abwehr mit Ausnahme des fehlerlosen Deuß in manchen Szenen nicht gerade sattelfest.

Das 0:0 zur Pause war in Ordnung. Auch die Fortuna-Fans versuchten, der doch etwas tristen 1. Halbzeit noch etwas Positivs abzugewinnen und brillierten durch gekonnte anatomische Darstellung, sprich ein oder zwei halbnackten bis nackten Gestalten, die sich auf dem Zaun bzw. auf Wellenbrechern zur Schau stellten. War von meiner Sicht aus ästhetisch jetzt nicht unbedingt anspruchsvoll, auch lud das Wetter eigentlich nicht zu derartigen Aktionen ein, aber wenn’s den Leuten Spaß macht und wenn es ein wenig Abwechslung bringt...wie gesagt, fast alles war spannender als das, was sich in der 1. Hälfte auf dem grünen Rasen tat. In der 2. Halbzeit erwischte Fortuna einen Blitzstart, als Denis Wolf sich in der 49. Minute auf der rechten Seite gegen vier (!) Mann durchsetzte, in die Mitte auf Marcel Podszus passte, der am kurzen Pfosten 5 m vor dem Tor postiert war und der, als alle mit einem Torschuss rechneten, das Leder quer an Masuch vorbei auf Feinbier legte, der sein 12. Saisontor nur noch abstauben musste. Und endlich kann ich auch mal eins dieser schicken neuen Wörter benutzen: ja, das war ein No-Look-Pass von Podszus!

In der Folgezeit drückte RWO, nachdem man es in der ersten Halbzeit mehr über rechts und den agilen Ernst versucht hatte, kam man nun über links, wo Ex-Trierer (und Ex-Meppener) Jens Robben seinem Gegenspieler Hamza Cakir so manch unlösbares Rätsel aufgab und auch die beste Chance für RWO hatte, jedoch mit einem 16-m-Schuss an Deuß scheiterte. Mitten in die Ausgleichsbemühungen des Gastgebers ein blitzsauberer Konter, Andy Lambertz spielte aus der eigenen Hälfte einen Flachpass über 30 m in den Lauf von Podszus, der schüttelte seinen Gegenspieler ab und vollstreckte aus ca. zwölf Metern zu seinem 13. Saisontor (66. Minute). Torwart Masuch, mit Abstand bester Oberhausener, war noch dran, und so wurde es ein Tor Marke „Erlkönig“ ­ „erreicht den Hof mit Müh und Not“. Aber er war drin, und das Spiel damit durch. Es hätte höchstens noch mal eng werden können, als Radtke kurz vor Schluss per Kopf den Anschlusstreffer erzielte, aber der stand anscheinend nur deshalb so sträflich frei, weil er im Abseits war, es gab auch keine großen Proteste der Oberhausener. In der Schlussphase hätte Fortuna das Ergebnis durch einige Konter noch höher schrauben können, was allerdings auch nicht verdient gewesen wäre.

Dieses Spiel war übrigens ein kleiner Fingerzeig, warum man mit der LTU-Arena als Spielstätte bei allen berechtigten Gegenargumenten doch ganz zufrieden sein kann: für die Oberhausener war es nämlich aufgrund der vielen Spielausfälle im Februar und März das sechste Spiel in 18 Tagen, was man ab der 70. Minute auch merkte, als sie doch spürbar nachließen. In dieser Phase der Saison hatte Fortuna daher einen eindeutigen Vorteil, da man selbst diesen Winter mit nur einem einzigen Nachholspiel (in Bremen) überstanden hatte. Wind. Regen. Alles grau in grau. Leeres Stadion. Bedrückende Stimmung bei den Gastgebern ob des bevorstehenden Abstieges. Schlechtes Spiel. Man kann seine Samstagnachmittage auch irgendwie unterhaltsamer verbringen. Aber es nutzt ja nix. Wenigstens stimmte das Ergebnis.

Meisterschaft um die Goldene Ananas, Part I


Fortuna empfing am Samstag darauf (15.04.06) den Wuppertaler SV zum Saison-Kehraus in der LTU-Arena, da die restlichen 3 Heimspiele der Saison gegen Hertha BSC II, den Chemnitzer FC und Holstein Kiel allesamt im Paul-Janes-Stadion ausgetragen wurden. Dies liegt daran, dass zum Termin des Heimspiels gegen Chemnitz Schnulzenbarde Jon Bongiovi mit seinen Spielkameraden in der Arena Süßholz raspeln darf, und zudem am letzten Spieltag, Heimspiel gegen Holstein Kiel, dort ein Ereignis stattfindet, das mich immer wieder ob seiner Widersinnigkeit fasziniert: das Finale der NFL Europe, oder wie diese Kasper-Veranstaltung mittlerweile heißen mag, die Jahr für Jahr beweist, dass man 30.000 Zuschauer zu einer Veranstaltung in ein Stadion bekommen kann, auch wenn 99% erwiesenermaßen nicht den Schimmer einer Ahnung haben, was sich auf dem Rasen unter ihnen eigentlich abspielt. Wie gesagt, faszinierend. Und auch clever gemacht von der Arena-Betriebsgesellschaft, diese beiden Termine, ausgerechnet an den letzten beiden Heimspieltagen der Fortuna. Da müssen ja mal richtig Fußballexperten sitzen, die schon im letzten Jahr wussten, dass es für Fortuna um nix mehr gehen würde. Oder andersrum: bei diesen Terminen merkt auch der unwissendste Laie wohl recht deutlich, dass Fortuna in bezug auf die Arena nun wirklich nicht das Geringste zu sagen hat. Da bei drittletzten Heimspiel, gegen Hertha BSC II an einem Freitagabend, auch nicht gerade mit gigantische Heerscharen eigener und Gästefans gerechnet werden musste, wurde auch diese Partie kurzerhand an den Flinger Broich verlegt, sodass die Partie gegen Wuppertal in der Tat der letzte Auftritt in der LTU-Arena für diese Saison war.

Schiedlich-friedlich 1:1 trennte sich eine stark ersatzgeschwächte Fortuna (es fehlten u.a. Cakir, Eraslan, Podszus und Lambertz) vor 8.300 Zuschauern im rheinisch-bergischen Derby vom Wuppertaler SV. Dabei konnte man sich bei Torwart Deuß bedanken, dass es zu Beginn der zweiten Halbzeit überhaupt noch spannend wurde. Mit Riesenparaden gegen die klar besseren Wuppertaler hielt der Keeper die Mannschaft in der ersten Halbzeit im Rennen. Insbesondere WSV-Stürmer Gaetano Manno dürfte den Fortuna-Towart mit den tausend Händen in unangenehmer Erinnerung behalten ­ Manno tauchte in der ersten Hälfte dreimal mutterseelenallein vor Deuß auf, nicht ein Ball war drin. Der WSV vergab Chancen, wie es sonst Fortuna zu tun pflegt, und die konnten tatsächlich hoffen, mit einem blauen Auge und einem 0:0 in die Pause zu kommen. Aber als Fortuna-Fan weiß man natürlich um den schönen Begriff der „Nachspielzeit“. Die 45 Minuten waren auf der Anzeigetafel bereits abgelaufen, da gab es noch eine Ecke für die Wuppis. Und ausgerechnet Patrick Deuß, bis dahin eindeutig Matchwinner, segelte einmal am Ball vorbei, die Abwehr bekam den Ball nicht weg, und im anschließenden Chaos rettete Henri Heeren reflexartig mit der Hand ­ Elfmeter und Rot für Heeren. Wobei sich der Schiri nach dem Spiel bei Heeren entschuldigte ­ dieser hatte zuvor bereits Gelb gesehen, und er war nicht letzter Mann bei dieser ungewollten Rettungsaktion, ergo hätte es auch Gelb/Rot getan. Selbiges schrieb der Schiedsrichter auch in seinen Spielbericht, sodass Heeren tatsächlich mit einem Spiel Sperre davon kam. Den fälligen Elfer verwandelte Heinzmann zum verdienten 1:0 für den WSV, und fast hätte Deuß seinen Fehler wieder gutgemacht, er war mit der Hand am Ball, konnte den Treffer aber nicht mehr verhindern. Führung für den WSV - gleichzeitig letzte Aktion in der 1. Halbzeit, wieder mal ein Gegentreffer in der Nachspielzeit.

Die beste Einlage gab es aber in Halbzeit 1 von einem der Schiedsrichter-Assistenten: als dieser in einer Szene Marcus Feinbier zurecht im Abseits sah, wollte er dies natürlich durch Heben des dafür vorgesehenen Fähnchens anzeigen, tat selbiges jedoch mit so viel Schwung, dass die Fahne ihm entglitt und ca. 5 m weit ins Spielfeld hinein segelte ­ mit kühnem Sprint auf den Rasen holte er sich dann sein Eigentum zurück, während das Spiel noch weiterlief. Ich hoffe, Fortuna hat im Spielbericht vermerken lassen, dass der Linienrichter hier einen Gegenstand aufs Spielfeld geworfen hat. Ich bin zwar nicht nachtragend, aber nachdem Fortuna in der Woche zuvor mal wieder 5.500 Euro an den DFB überwiesen hatte, wegen des Platzsturms der Erfurter im März (das hat man nun von seinen deeskalierenden Maßnahmen, hätte man die alle weggeknüppelt, hätte es wahrscheinlich ein Belobigungsschreiben vom DFB gegeben) sowie wegen des Wurfs einer Batterie im Spiel gegen Köln (nein, nein, keine Autobatterie), sollte man schon vermerken, wenn jetzt auch die Hüter des Spiels vor lauter Empörung über die schwache Leistung der Fortuna Gegenstände in den Innenraum feuern.

Dass man von diesem Schiri-Gespann ein bisschen Slapstick geboten bekommen würde, war übrigens schon vorher klar: das muntere Trio war aus der Regionalliga Süd entliehen, kam aus dem tiefsten Bayern, der Schiri hieß Josef Maier, Spitzname logischerweise „Sepp“, einer der Assistenten hörte auf den schönen Namen Karl Valentin. Da musste ja irgendwas passieren. Immerhin zeigte der Assistent durch seinen blitzschnell angezogenen Spurt aufs Spielfeld fast schon mehr Einsatz als die meisten Fortuna-Spieler in der ersten Halbzeit. Das sollte auch mal gewürdigt werden.

In der 2. Spielhälfte verdaddelte Wuppertal die Entscheidung leichtfertig beim Auslassen mehrerer Großchancen, unter anderem vergab der kurz zuvor eingewechselte Ex-Fortune Policella gönnerhaft, frei vor Deuß schlenzte er die Kugel am langen Eck vorbei, und auch Torschütze Heinzmann brachte das Kunststück fertig, aus 3 Metern freistehend am Tor vorbei zu köpfen. Die 10 Fortunen kämpften sich zurück ins Spiel und hatten ihrerseits plötzlich auch Torchancen, weil der WSV das Spiel unglaublich lässig und aufreizend pomadig nach Hause schaukeln wollte. Nachdem der eingewechselte Melunovic auf schönes Zuspiel von Pino Canale noch das Kunststück fertig gebracht hatte, das leere (!) Tor zu verfehlen, erzielte Canale dann selbst den glücklichen, letztendlich aber verdienten Ausgleich vier Minuten vor Schluss. Glücklich auch deshalb, weil zunächst ein Schuss von Melunovic von dessen Gegenspieler geblockt werden konnte und anschließend ein weiterer Wuppi am eigenen 5-m-Raum nur noch mit der Schuhspitze an den Ball kam und mit diesem Querschläger nicht nur den eigenen Torwart verwirrte, sondern auch noch maßgerecht für Canale auflegte, sodass dieser nur noch abstauben musste. Ich glaube, wenn das Spiel noch zehn Minuten länger gedauert hätte, wir hätten noch gewonnen, die Wuppertaler waren nach der so grottigen ersten Hälfte sichtlich überrascht, dass hier noch Gegenwehr kam. Verdient wäre es natürlich nicht gewesen, aber wen kümmert das schon? Im Endeffekt natürlich ein glücklicher Punkt, weil die Wuppis mindestens sechs Hundertprozentige ausließen, aber nicht unverdient, da zehn Fortunen in der zweiten Halbzeit wesentlich mehr Engagement zeigten als elf in der ersten und den Wuppertalern, die die Partie, ohne sich anstrengen zu müssen, lässig herunterspielen wollten, den Schneid abkauften.

Tag der Offenen Tür

Und getreu dem Motto „Wir sind Fortuna ­ wir können alles!“ gab es für das nächste Spiel bei Leverkusen II am 22.04.06 auch gleich wieder was Besonderes: mit Eraslan (Muskelfaserriss), Cakir (Mandelentzündung mit Antibiotika behandelt), Heeren (rotgesperrt) und Barth (5. Gelbe Karte) fiel zunächst die komplette etatmäßige Viererkette aus. Das muss uns erst mal jemand nachmachen. Wer also noch einen Spielerpass zuhause hatte und ein bisschen was von zünftigem Holzhacken verstand, hätte sich in der Woche vor dem Spiel mal in der Fortuna-Geschäftsstelle am Flinger Broich vorstellen sollen, die Chancen hätten gar nicht so schlecht gestanden. Vor dem Spiel hatten wir mit Böcker und Steegmann noch genau zwei Abwehrspieler, evt. zweieinhalb, wenn man Kruse dazu rechnet, der aber seit Wochen grottenschlecht spielt und gegen Wuppertal nicht umsonst schon in der 40. Minute ausgewechselt wurde, obwohl er nicht verletzt war. Der Trainer der Leverkusener Bubis, Ulf Kirsten, dürften sich nach dem WSV-Spiel schlapp gelacht und in der Woche vor der Partie in der BayArena verstärkt Angriffsbemühungen trainiert haben.

Für mich war die Partie in Leverkusen quasi ein Heimspiel, eine Dreiviertelstunde mit dem Zug bis Leverkusen-Mitte (und zum Glück ohne einen nervenzehrenden Umstieg in Köln), dann eine Viertelstunde zu Fuß, fertig. Die Partie stand zwar aufgrund unserer nicht vorhandenen Abwehr unter keinem guten Stern, aber die Leverkusener waren ja im Hinspiel defensiv auch nicht besser. Somit war alles für ein munteres Spielchen gerichtet.

Fortuna gewann 3:2 in Leverkusen und knackte damit die 50-Punkte-Grenze. Trainer Uwe Weidemann musste doch keinen Bolzplatzkicker aus Düsseldorf entführen, um eine funktionierende Viererkette zustande zu bringen, Hamza Cakir röchelte sich nach halbwegs überstandener Mandelentzündung eigentlich zu früh wieder auf den Platz und spielte als Innenverteidiger zusammen mit Julius Steegmann sogar recht ordentlich, links in der Kette bolzte Tim Kruse, immer noch weit von seiner Vorrundenform entfernt, aber mit weniger Fehlern als noch gegen Wuppertal oder Oberhausen, rechts verteidigte Ahmet Cebe, eigentlich offensiver Mittelfeldspieler, der auf dieser für ihn ungewohnten Position eines seiner besten Spiele für Fortuna machte. Hingegen kam der Einsatz des grippekranken Podszus im Sturm eindeutig zu früh, Fortunas bester Torschütze versemmelte einige Chancen, die er normalerweise mit geschlossenen Augen reingemacht hatte, u.a. gab er den Melunovic und verpasste frei vor dem leeren Tor (nach sensationeller Vorarbeit durch Cebe gegen 5 Mann!), und hätte in diesem Spiel wohl noch nicht mal einen Möbelwagen getroffen; folgerichtig wurde er in der 2. Halbzeit auch ausgewechselt. Ein weiteres Grippeopfer, Mittelfeldmotor Andy Lambertz saß während des gesamten Spiels nur auf der Bank. In einem von beiden Seiten erfrischend offensiv geführten, sehr unterhaltsamen Spiel gingen die Leverkusener vor 2.500 Zuschauern (2.000 Fortunen) durch Lartey bereits in der 10. Minute mit 1:0 in Führung, ein schön herausgespielter Treffer, wenn auch mit ein bisschen Glück im Abschluss, denn Larteys Schuss aus ca. 12 m prallte vom Innenpfosten ins Netz. Praktisch im Gegenzug holte Ali Albertz erstmals in dieser Saison den Hammer raus und nagelte einen 30-m-Freistoß zum Ausgleich links unten ins Eck, der Leverkusener Torwart reagierte gar nicht erst. In der Folgezeit übertrafen sich beide Teams im Auslassen guter Chancen, Marcel Podszus und Marcus Feinbier versiebten mehrere Hundertprozentige, aber auch Timo Röttger und Josip Tadic auf Bayer-Seite hätten ihr Torkonto eindrucksvoll in die Höhe schrauben können. Die Feststellung, dass das Spiel 7:7 hätte ausgehen können, ist keine Übertreibung!

Erst in der 59. Minute klingelte es wieder: "Kopfballungeheuer" Denis Wolf (geschätzt 1,30 m groß) schädelte nach Freistoß von Marcus Feinbier völlig freistehend zur Fortuna-Führung ein, die jedoch nur drei Minuten später durch Bayer-Profi Tadic egalisiert werden konnte, der an der Strafraumgrenze schön aus dem Mittelfeld angespielt wurde, völlig frei vor Deuß auftauchte und halbhoch ins rechte Eck abschloss. Nachdem es so um die 80. Minute, nach weiteren Großchancen auf beiden Seiten, den Anschein hatte, dass sich beide Teams auf Unentschieden geeinigt hätten, gab es eine dramatische Schlussphase: zunächst scheiterte der eingewechselte Reichwein an Fortuna-Keeper Deuß, der den Ball mit tollem Reflex an die Latte lenken konnte - quasi im Gegenzug verstolperte Ali Camdali die Kugel in der eigenen Hälfte, Pino Canale schaltete am schnellsten, strebte ohne Gegenspieler aufs Bayer-Tor zu und hatte noch genug Übersicht, einem mitgelaufenen Fortunen den Ball am Torwart vorbei für das leere Tor aufzulegen. Und da dieser Mitspieler weder Melunovic noch Podszus sondern Ahmet Cebe hieß, war der Ball in der 89. Minute drin, Cebe Held des Tages und Fortuna Sieger des Spiels. Ein ganz hartes Stück Arbeit, aber aufgrund der besseren Chancen für Fortuna nicht ganz unverdient.

Und zum ungewollten Vorlagengeber für den Siegtreffer, Herrn Camdali, hätte ich auch noch einen: wir kriegen euch alle! Bevor der zu Saisonbeginn nach Leverkusen wechselte, spielte er nämlich bei Borussia Mönchengladbach II. Und dort war er in unserer Aufstiegssaison in der Oberliga mitverantwortlich für unsere damalige erste Auswärtsniederlage (im April...), als er auf dem Bökelberg zum 3:0 einnetzte (Endstand 3:1). Ja, ich kann warten, zur Not auch 2 Jahre lang. Ob wir damals 1:2 oder 1:3 verloren hätten, war so egal wie nur irgendwas, aber dass er sich dergestalt dafür entschuldigte, zwei Jahre später den wirklich spielentscheidenden Fehler zu begehen, das hatte schon was. Wie gesagt: früher oder später kriegen wir sie alle...

Für Super-Pessimisten, wie ich an guten Tagen einer bin, hatte das Spiel auch noch einen erfreulichen Nebeneffekt: mit diesem Sieg wurde sich auch rechnerisch endgültig vor dem Abstieg gerettet, und man konnte die Saison jetzt erst recht völlig entspannt zu Ende spielen. Ob dies auch eine Begründung für die Party nach Schlusspfiff im Gästeblock war, darf bezweifelt werden, aber wir brauchen ja auch keinen Grund. Die Fans, in konzertierten Aktionen zum Teil mit Planwagen oder Fahrrädern angereist, zeigten der BayArena mal, was Stimmung heißen kann. Zunächst wurde die Mannschaft zur La Olà gerufen, anschließend zur Humba, und eine Raupe wurde auf dem Rasen auch noch geboten. Als die Truppe das Spielfeld verließ, wurde der Trainer von den Fans herausgerufen. Er kam dem Lockruf gerne nach und zelebrierte auch noch die ein oder andere Welle. Als der wiederum verschwunden war, wollten die Fans plötzlich die Mannschaft noch einmal sehen! Die Jungs, die schon Interviews im Spielertunnel gaben, wurden erneut herausgerufen und legten noch mal eine Humba aufs Parkett, wobei sich Vortänzer Cebe plötzlich als hoffnungsvolles Eintänzer-Talent präsentierte. Das Ganze dauerte bestimmt noch eine Viertelstunde nach Spielschluss an, weshalb auch ein Bayer-Ordner im Innenraum genervt sagte: „Was ist denn bei euch los? Seid ihr gerade aufgestiegen, oder was?“ Nein, sind wir nicht. Aber wir brauchen auch keinen „Arbeitskreis Stimmung“, um mal ordentlich loszurocken, wenn uns grad danach ist. Dass man so etwas bei Bayer wohl eher nicht kennt, verwunderte mich irgendwie nicht.

Meisterschaft um die Goldene Ananas, Part II

Am Freitag, den 28.04.06 (übrigens auf den Tag genau 2 Jahre nach unserem Aufstieg in die Regionalliga), folgte das nächste Spiel zweier Mannschaften, für die es um nichts mehr ging. Mehr „nichts mehr“ ging wirklich nicht: Fortuna Sechster mit 51 Punkten, Hertha II Siebter mit 51 Punkten. 5.000 Zuschauer fanden sich am Flinger Broich ein, um ein lockeres 7:6 zu begutachten, darunter handgezählte 13 Fans aus Berlin im Gästeblock, die allerdings von 14 Polizisten eskortiert wurden. Naja, okay, an einem Freitagabend von Berlin nach Düsseldorf, da will ich mal nichts sagen, darf aber kurz darauf hinweisen, dass das Auswärtsspiel in Berlin in der letzten Saison pfiffig auf einen Mittwochabend gelegt wurde ­ und trotzdem waren 500 Fortunen in der Landeshauptstadt. Jeder so, wie er will, und vor allem, wie es ihn interessiert.

Nun, mein oben erwähntes Wunschergebnis gab es natürlich nicht, hingegen gab es in der ersten Halbzeit den Nachweis, dass die tabellarische Nachbarschaft beider Teams kein Zufall ist, man neutralisierte sich im Mittelfeld und brachte kaum etwas nach vorne zustande. Somit war ein 0:0 zur Pause logisch und gerecht. Wer jetzt erst ins Stadion kam, hatte noch nicht einmal groß etwas verpasst. In der 2. Hälfte begannen die Berliner druckvoller und kamen einige Male gefährlich vor das Tor der Fortuna, aber zwingende Chancen ergaben sich daraus nicht. Dann zogen sie sich viel zu früh zurück und wollten das 0:0 mit nach Hause nehmen, wie auch Trainer Karsten Heine nach dem Spiel freimütig gestand. Fortuna drückte ein wenig mehr und hatte auch Chancen, wobei Marcel Podszus mal wieder über das leere Tor schoss. Okay, hätte nicht zählen dürfen, denn Denis Wolf hatte den Ball mit der Hand am Berliner Torwart vorbeigelegt, aber der Schiri konnte dies nicht sehen, und der Assistent auf der Westtribünenseite schlief den Schlaf des Gerechten. Dann setzte Marcus Feinbier erst einen Schuss aus 16 Meter knapp über die Latte und zielte anschließend bei einem Gewühl nach einer Ecke aus fünf Metern zu genau ­ Torwart Stuhr-Ellegaard konnte den Ball, der genau auf Mann kam, mit einem Olli-Kahn-Gedächtnisreflex noch abwehren.

Anschließend wechselte Trainer Weidemann in der 72. Minute den Sieg ein, er brachte den zuvor wieder geschonten Andy Lambertz und mit Ivan Pusic für Podszus einen frischen Stürmer. Und als hätten diese beiden Herren den Schalter zum Umlegen höchstpersönlich in den Taschen gehabt, ging es auf einmal aggressiv nach vorne, es wurde Pressing und Forechecking gespielt. Schon mit seinem zweiten Pass hätte Lambertz fast das Goldene Händchen des Trainers bewiesen: zunächst spielte er damit wunderbar Pusic frei, der alleine vor Stuhr-Ellegaard auftauchte, aber dieser konnte parieren, den Nachschuss erwischte wieder Lambertz ­ der hätte gesessen, wenn nicht ein Berliner ihn schändlich von der eigenen Torlinie geköpft hätte. Danach gab es kein Halten mehr, und ein individueller Fehler entschied das Spiel: einem langen Ball ins Nirwana setzten lediglich Pusic und sein Gegenspieler nach, der Berliner war eher am Ball und spielte die Kugel aus 30 m zurück auf den Torwart. Dann der entscheidende Lapsus: Stuhr-Ellegaard lief dem Ball entgegen, zögerte einen Moment, weil er dachte, die Kugel würde es noch bis in den Strafraum schaffen, wo er sie dann mit den Händen hätte aufnehmen können, doch Pusic ist ein guter Sprinter, war vor dem Keeper am Ball, spitzelte das Leder an ihm vorbei und anschließend ins leere Tor ­ 1:0 in der 83. Minute durch ein „Murmeltor“ (Hertha-Trainer Karsten Heine), aufgrund der 2. Halbzeit verdient und gleichzeitig die Entscheidung, denn den Berlinern fiel nichts mehr ein. Somit auch im vierten Spiel gegen Hertha II keinen Gegentreffer zugelassen (2:0, 0:0, 3:0, 1:0), für die sind wir jetzt wenigstens ansatzweise dasselbe, was Bremen II für uns ist. Und wenn Torwart Stuhr-Ellegaard im Sommer als Nummer 2 in den Profikader wechseln wird, was bereits beschlossene Sache ist, wird er die Fortuna wohl nicht gerade in angenehmer Erinnerung behalten, trotz einiger guter Paraden ging das Tor auf seine Kappe, genau wie im Hinspiel, als er sich beim Stand von 0:0 durch eine direkt verwandelte Ecke von Kruse düpieren ließ.

Sieg im Spiel um die Goldene Ananas durch das Goldene Tor von jemandem, mit dessen Einwechslung der Trainer sein Goldenes Händchen bewiesen hatte ­ soviel Glanz an einem Abend, der davon ansonsten nicht allzu viel zu bieten hatte. Nicht schlecht, oder? Die Meisterschaft um die Goldene Ananas wird übrigens übernächstes Wochenende entschieden, wenn der WSV auf Hertha II trifft. Sollte er da nicht gewinnen, wäre dieser Titel unser. Eigentlich würde ja auch noch der VfL Osnabrück in diese Kategorie gehören, aber die wollten ja aufsteigen und fallen deshalb aus der Ananas-Wertung. Zumal ein Pelé Prollitz niemals auch nur um irgendeine Meisterschaft spielen würde, wenn es nach mir ginge.

Ausblick: Kampf der Giganten ­ Fußball vs. Volleyball

Was steht nun noch an für die Mannschaft, die derzeit mit 54 Punkten auf Platz 6 steht? Nun eigentlich noch interessante Aufgaben, die sich aber schon bald von selbst erledigt haben könnten. Zunächst die wirklich noch spannende Partie bei Abstiegskandidat Preußen Münster am nächsten Wochenende, mehr dazu folgt gleich. Anschließend hätte man noch einmal in das Abstiegsdrama eingreifen können, im Heimspiel gegen den Chemnitzer FC, aber die sind schon so gut wie weg. Seit dem letzten Wochenende steht der Tabellenvorletzte 1.FC Köln II als Absteiger in die Oberliga fest. Chemnitz ist Tabellenletzter mit noch weniger Punkten, allerdings auch mit zwei Spielen weniger. Erst wenn sie die nicht gewinnen, sind sie endgültig weg. Das werden sie bis zum 13.05.06 schon schaffen, so dass sie als Absteiger nach Düsseldorf kommen, und wir unseren Ex-Stürmer Frank Mayer noch mal in Himmelblau erleben können, denn ich glaube nicht, dass er nächste Saison auch noch in Chemnitz spielen wird.

Danach hätten wir vielleicht sogar noch das Zünglein an der (Aufstiegs-)Waage sein können, am vorletzten Spieltag geht es nämlich nach Jena, am letzten kommt Holstein Kiel nach Düsseldorf, das könnte noch mal richtig was werden, kleine Nachfrage in Lübeck bezüglich der letzten Saison genügt. Aber seit dem letzten April-Wochenende sieht es so aus, als ob sich das auch erledigt hätte. Jena gewann das Thüringer Derby in Erfurt und hat nunmehr 6 Punkte Vorsprung auf Platz 3, mit zwei Siegen sind sie durch, und wenn sie die in den nächsten beiden Spielen einfahren, kommen wir nur noch zum Gratulieren. Da sich RW Essen beim 1:1 gegen Absteiger Köln II ordentlich blamierte, hätten der Tabellendritte Kiel bis auf einen Punkt an RWE heranrücken können. Und was machen die? Verlieren 0:3 in Bremen und haben somit sogar schon vier Punkte Rückstand auf Platz 2. Deren Aufstiegsträume könnten sich somit am letzten Spieltag, wenn sie zu uns kommen, auch erledigt haben. Ich verstehe sowieso nicht, wie man gegen Werder II verlieren kann...

Kommen wir aber kurz zurück auf das nächste Wochenende, wenn es nach Münster geht. Es ist doch immer wieder schön, wenn man auch im Fußball nach all den Jahren noch sagen kann: so etwas hab ich noch nicht erlebt...Dies war am Dienstag, 25.04.06, wieder der Fall. Zehn Tage vor dem ursprünglichen Termin (05.05.06, 19.30 Uhr) wurde das Spiel von Preußen Münster gegen Fortuna verlegt - auf den unglaublichen Termin 07.05.06 (Sonntag), 18.00 Uhr. Ein solch kurzfristige Verlegung ist an sich schon ein starkes Stück. Noch viel unglaublicher ist allerdings die Begründung: die Stadt Münster und die Polizei hatten sich an den ausrichtenden Verband NOFV gewandt (der in dieser Saison für die Terminplanung in der Regionalliga Nord zuständig ist) und um Verlegung gebeten, denn: am Freitag, 05.05.06, findet das Spitzenspiel im Damen-Volleyball zwischen dem USC Münster und dem Schweriner SC statt, und man befürchtete „organisatorische Schwierigkeiten“, wenn beide Partien zeitgleich ausgetragen werden würden...Das ist dermaßen unglaublich, das ist fast schon wieder gut. Ich darf daran erinnern, dass wir hier nicht über ein Dorf wie Freialdenhoven reden, sondern über die Universitätsstadt Münster. Und diese Herrschaften meinen jetzt, sie seien dem Ansturm der Fans bei einem Fußball-Spiel der Regionalliga und einem der Volleyball-Bundesliga der Damen nicht gewachsen. Und da interessiert es sie natürlich keinen Deut, dass schon längst Fan-Busse gebucht sind und Urlaub eingereicht wurde (denn der ursprüngliche Termin war ja schon blöd genug, weil er einen gezwungen hätte, an einem Freitagnachmittag das Ruhrgebiet zu durchqueren). Das nimmt denen eh niemand ab. Viel wahrscheinlicher ist folgende Variante: Preußen Münster steht völlig zurecht derzeit auf einem Abstiegsplatz. Die Mannschaft hat am vorletzten Samstag gegen Emden die fünfte Heimniederlage in Folge kassiert. Zum Damen-Volleyball werden, egal ob Fußball oder nicht, ca. 4.000 Zuschauer erwartet. Die hatten schlicht Angst, dass noch weitere heimische Zuschauer diese Veranstaltung einem Graupenkick in einer maroden Bruchbude vorziehen könnten, sodass sie plötzlich publikumstechnisch ein Auswärtsspiel haben könnten. Also wird bei der Stadt ein bisschen gebettelt, und die sorgt dann dafür, dass das Spiel einfach verlegt wird, auf einen so „günstigen“ Zeitpunkt, dass nun wirklich nicht mit einem Ansturm gegnerischer Fans gerechnet werden muss... Selbstverständlich nicht zu beweisen, aber allemal schlüssiger als die Behauptung, dass eine Stadt wie Münster sich nicht in der Lage sieht, ein Fußball- und ein Volleyball-Spiel zeitgleich auszurichten...

Nebenbei könnte man eigentlich mal beim Schweriner SC anfragen, mit welchen Scharen von Volleyball-Hools die zu den Auswärtsspielen ihrer Damen einzufallen pflegen, dass selbst die Polizei hierin ein enormes Sicherheitsrisiko zu erblicken scheint...

Ich war ja noch nie ein besonderer Freund dieser Fahrradfanatiker, seit jenem Dienstag allerdings hat sich dies, äh, noch ein wenig verstärkt, um es mal höflich zu formulieren. Wer solch billige Tricks anwendet (oder vor der Volleyball-Bundesliga der Damen kapituliert), der gehört in die Oberliga. Da haben sie keine Probleme mehr mit parallel stattfindenden Volleyball-Krachern und können bei Auswärtsspielen auch ihrem Hang zum Zweiradfahren in aller Ausführlichkeit nachkommen. Und vielleicht spielen sie da ja mal eine Saison ausnahmsweise nicht gegen den Abstieg, dann muss man dann auch nicht zehn Tage vor Termin die Spiele mit hanebüchener Begründung auf eine so fan-unfreundlich wie mögliche Zeit legen.

USC Münster - die Macht aus der Fahrradstadt! Als Preußen-Fan würde ich langsam mal auf Hallenhalma umsteigen, so peinlich wäre mir das...

Und somit verabschiede ich mich in der Hoffnung, dass die Mannschaft die Spiele im Mai noch genauso Ernst nimmt, wie sie es im April getan hat. Davon werde ich dann Ende Mai noch einmal berichten. Es wäre ein schöner Abschluss einer Saison, die so deprimierend angefangen hat. Wer hätte denn Anfang Oktober, als wir Tabellenletzter waren, ernsthaft geglaubt, das wir in dieser Saison noch über 60 Punkte würden holen können? Also ich nicht. Schön, dass man mich eines Besseren belehren konnte. Wie gesagt: beim Fußball lernt man nie aus, das ist ja das Schöne daran.

Ist schon ganz gespannt, wie der USC Münster spielen wird: janus