von Janus, 1.1.2008

 

Zwischenspiel

Zunächst einmal wünsche ich natürlich ein frohes neues Jahr und nur das Allerbeste für 2008! Eigentlich wollte ich ja bis März Ruhe geben, aber man kennt das ja – kaum nimmt man sich etwas vor, überrollen einen die Ereignisse und zwingen dazu, ein wenig umzudisponieren. Und da „ein wenig“ Ernst gemeint ist, hier nur eine für meine Verhältnisse kurze Zusammenfassung dessen, was sich seit dem letzten Artikel getan hat.

Sportlich selbstverständlich nichts, schließlich ist ja Winterpause. Es geht immer noch weiter mit dem Trainingsauftakt am 03.01.08. Es wurden diverse Testspiele vereinbart (auch das ein oder andere Hallenturnier), darunter auch die dicken Brocken, die ich im letzten Artikel schon hatte anklingen lassen, und bei denen ich noch einen Nachtrag hätte: das Testspiel gegen Zweitliga-Spitzenreiter Borussia Mönchengladbach findet am 26.01.08 statt, gespielt wird tatsächlich im Flinger Broich, dem „kleinen“ Stadion der Fortuna, und Anstoß ist um 15.30 Uhr. Somit ist es das dritte Highlight binnen einer Woche, nach dem Blitz-Turnier in der LTU-Arena am 19.01.08 mit Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen, Werder Bremen und natürlich Fortuna sowie dem Testspiel gegen den FC Bayern München am 22.01.08, ebenfalls in der großen Turnhalle. Soviel zur Vorbereitung. Die nächste Baustelle bezüglich der Organisation wartet aber schon. Was die Pflichtspiele angeht, so beginnt das Kalenderjahr 2008 bekanntlich mit dem FVN-Pokal-Halbfinale bei der SSVg Velbert. Oder eben auch nicht. Die Polizei hat nämlich Sicherheitsbedenken angemeldet, ob das Spiel tatsächlich an der „Sonnenblume“ ausgetragen werden kann. Da hat man wohl den 01.05.2003 noch gut im Gedächtnis (wer nicht – bittschön: HYPERLINK "http://www.janus-kleine-welt.de/berichte/42.htm" http://www.janus-kleine-welt.de/berichte/42.htm), damals hatte man die Bedenken noch vergessen. Mittlerweile ist tatsächlich im Gespräch, dass das Spiel im Flinger Broich absolviert werden sollte. Da Velbert hiermit auf den ersten Blick nicht einverstanden sein wird, dürfte zu diesem Themenkomplex noch Gesprächsbedarf bestehen, oder anders ausgedrückt: man weiß noch nicht genau, wo beide Teams am 10.02.08 ab 14.30 Uhr gegen den Ball treten werden. Warten wir es also ab.

Aber zurück zu drängenderen Fragen. Da war doch noch was? Richtig, Fortuna hatte ja seit dem 12.11.07 keinen Trainer mehr bzw. nur noch einen Interimstrainer. Der hieß Wolf Werner, eigentlich sportlicher Manager, und der verkündete direkt mal, man habe quasi waschkörbeweise Bewerbungen arbeitsloser Übungsleiter vorliegen, aus denen man nur auswählen müsste. Dies scheint etwas schwieriger gewesen zu sein, denn wochenlang tat sich überhaupt nichts in der Trainerfrage, man schien vollauf damit beschäftigt zu sein, waschkörbeweise Bewerbungen entweder zurückzusenden oder direkt im Rhein zu versenken. Und wenn man sieht, wer hinterher in die engere Wahl kam, dann mag man sich kaum vorstellen, wer noch so alles dabei gewesen sein könnte.

Man fokussierte sich zum Schluss auf die Herren Rada, Wolf, Sasic, Meier und Rummenigge. Rummenigge? höre ich den gemeinen Fußball-Fan überrascht ausrufen. Der macht doch beim Vorstand des FC Bayern mit, besonderes Kennzeichen: hemmungsloses Dumpfquatschen in jede irgendwie erreichbare Fernsehkamera, auch ein großer Könner im pikierten Weggucken, wenn Kumpel Uli Hoeneß mal rauslässt, was wohl alle im FC Bayern-Vorstand so von den 7-Euro-Fans halten. Der soll eure Truppe trainieren? Der hat doch gar keine Erfahrung als Trainer! Und da habt ihr vollkommen Recht, natürlich wollten wir nicht Karl-Heinz Rummenigge verpflichten. Sondern seinen Bruder Michael. Der hat zwar auch keine Ahnung vom Trainergeschäft, aber dafür immerhin eine Trainerlizenz, was übrigens schon mehr ist, als man von dieser angeblichen Niete, die uns auf Platz 3 der Regionalliga geführt hatte, behaupten konnte. Michael Rummenigge hat also gerade frisch seine Lizenz erworben (bitte den semantischen Unterschied zwischen „erworben“ und „gekauft“ beachten!) und möchte jetzt mal seine ersten Schritte als Trainer machen. Lobenswert, und außerdem geht es bei uns in dieser Saison ja quasi um nichts mehr, da kann man schon mal so etwas ausprobieren. Ich sage mal, dass niemand im Vorstand auch nur im Traum daran gedacht hätte, den Mann mit der schönsten Soccer-Halle Deutschlands (offizieller Titel!) als Trainer zu verpflichten, wenn nicht einer von ihm ziemlich angetan gewesen wäre: der Aufsichtsratsvorsitzende von gefühlt 100 Unternehmen inklusive Fortuna, Oberbürgermeister Joachim Erwin. Der fand den Rummenigge nach eigenem Ermessen ganz interessant – und er kennt sie schließlich alle. Bei welchem gesellschaftlichen Ereignis sich die beiden kennen gelernt haben, stand dieser Tage auch irgendwo zu lesen, aber ich habe es verdrängt. Dasselbe hätte ich gerne mit der Personalie Michael Rummenigge gemacht, aber der blieb bis zum letzten Tag ein heißer Kandidat, hauptsächlich wohl deswegen, weil er es bis zum Schluss freiwillig machen wollte. Den musste man nicht erst überzeugen. Von wem kann man so etwas heutzutage noch sagen?

Wolfgang Wolf war lange ein Favorit. Den hätten viele auch gerne bei Fortuna gesehen, seine fachliche Kompetenz ist wohl unumstritten. Woran es letztendlich wohl scheiterte, dürfte die finanzielle Seite gewesen sein, die recht kurios war: natürlich hätte Wolf bei uns nicht so viel verdienen können wie in der ersten und zweiten Liga, aber so ganz dolle verschlechtern wollte er sich natürlich auch nicht. Er steht noch bis zum Sommer auf der Gehaltsliste des 1. FC Kaiserslautern. Diesen Vertrag hätte man nur vorzeitig lösen können, wenn dabei eine Abfindung der Pfälzer an Wolf gezahlt worden wäre. Und da die Betzeberger derzeit anscheinend noch klammer sind als wir, können sie diese einmalige Abfindung nicht zahlen. Dann lieber den Mann noch regelmäßig monatlich bezahlen, da geht’s ja um kleinere Summen. Somit hätte Fortuna wohl zumindest einen Teil der Abfindung mit übernehmen müssen, und das ging dann auch nicht mehr. Ähnlich scheint es beim FC Erzgebirge Aue zugegangen zu sein, bei denen er anschließend auch kurz im Gespräch war. Da man sich dort dann aber doch für Roland Seitz entschied, darf sich Kaiserslautern freuen, den Mann weiter auf der Gehaltsliste zu haben. Wir tun doch gerne mal einen Gefallen!

Auch das Thema Petr Rada hat sich erledigt, allerdings mit einem faden Beigeschmack. Nachdem der Ex-Spieler von Fortuna, der unter Ristic noch das „bestimmtä Systäm“ des „ein bisschen Catenaccio“ gelernt hatte, sich mehrfach über die Presse angeboten und mit dem Häääätzblut-Faktor eines Messias (formerly known as Christoph Daum) gepunktet hatte, kam er in der Vorweihnachtszeit mal nach Düsseldorf. Er besuchte die Geschäftsstelle, führte ein fruchtbares Gespräch, bummelte anschließend über den Weihnachtsmarkt, und man konnte fast glauben, dass der Mann wirklich Lust auf Fortuna hatte. Ich weiß nicht, was dann geschah, vielleicht hat ihm Calli Calmund (ja, der ist immer noch im Aufsichtsrat bei uns) den ganzen Glühwein weggesoffen, auf jeden Fall war die Personalie Rada einige Tage später erledigt. Warum? Herr Rada hatte „plötzlich“ festgestellt, dass er aus seinem Vertrag mit dem tschechischen Verband (er ist u.a. Co-Trainer der tschechischen Nationalmannschaft) gar nicht so schnell herauskam. Und da die Tschechen den ein oder anderen vorsommerlichen Termin haben, der mit dem Saisonende der Fortuna kollidiert (es steht ja auch nur eine EM bevor, vielleicht war das Herrn Rada ja auch neu?), kam ein doppeltes Engagement nicht in Betracht. Das hätte man natürlich nie und nimmer abklären können, bevor man sich der hiesigen Presse an den Hals warf! Das riecht alles danach, dass Rada hier ein wenig auf die Gefühlsdrüse drückte, um dort ein wenig zu pokern. Dann guckte er sich hier mal alles an und befand, dass der Job in seiner Heimat vielleicht doch ein wenig komfortabler ist, zumal der tschechische Nationaltrainer Brückner nach dem EM ja wohl aus Altersgründen zurücktreten wird. Dann machs mal gut, Petr. Mal sehen, wie schnell man wieder irgendwelche Meldungen lesen kann á la „Ich guck doch immer im Videotext, wie Fortuna gespielt hat!“ Leider also eine ziemliche Posse. Und was ein sportlicher Manager in solch einem Fall macht, dürfte jedem klar sein, zumindest wenn er sich ein wenig bei Fortuna auskennt: in Urlaub fahren.

Jawohl, Wolf Werner setzte sich in Weihnachtsurlaub ab. Dagegen wäre nun nichts zu sagen, wenn nicht Uwe Weidemann im letzten Jahr selbiges gemacht und dafür in der Luft zerrissen worden wäre. Zunächst ließ man es dem Werner noch durchgehen, als aber die Tage verstrichen, ohne dass eine Entscheidung verkündet wurde, kippte bei den Fans die Stimmung. Der Herr Werner ist mittlerweile auf dem besten Weg, genauso beliebt zu werden wie der Herr Weidemann. Ich glaube, ich habe nach der letzten Saison nachlesbar davor gewarnt, dass genau dies passieren könnte. Nicht dass ich stolz darauf wäre, in diesem Falle Recht zu haben.
Immerhin hatte der Herr Werner seine Hausaufgaben gemacht und eine Liste möglicher Kandidaten hinterlassen. Da standen wohl, wenn man der Presse Glauben schenken darf, noch zwei Namen drauf: Milan Sasic und Norbert Meier.
Milan Sasic, bei der TuS Koblenz in der letzten Rückrunde nach fünf Niederlagen in Folge entlassen, nachdem er den Verein von der Ober- in die Zweite Liga geführt hatte. Wohl eher ein grober Knochen, vor allem aber jemand, von dem der Aufsichtsratsvorsitzende nicht begeistert gewesen dürfte: nämlich jemand, der sich nicht gerne reinreden lässt. Gerüchteweise soll ihn das auch den Job in Koblenz gekostet haben, er soll einigen Herrschaften im Hintergrund etwas zu mächtig geworden sein. Das könnte der richtige Mann für die Aufgabe sein, die Mannschaft noch einmal für fünf Monate zu pushen und nach vorne zu bringen. Denn wie hatte Jens Langeneke schon nach dem letzten Spiel in Essen gesagt: „Wir brauchen jetzt jemanden, der uns in den Hintern tritt.“ Und Sasic wirkt wie einer, der das zur Not auch beidfüssig kann. Wie gesagt, ein grober Klotz. Aber verlässlich.

Wie ein Norbert Meier auf die Liste des Managers gelangt ist, das ist für mich immer noch ein Rätsel. Vielleicht erklärt es sich ein bisschen wie das, was der Kabarettist Hagen Rether über Jürgen Rüttgers als NRW-Ministerpräsidenten gerne sagt: „Kein Mensch wollte doch den Rüttgers. Damals, 2005 bei der Wahl, da wollten wir der SPD nur einen Denkzettel verpassen, und da stand Rüttgers zufällig blöd in der Gegend rum.“ Also so könnte ich es mir auch noch erklären, anders irgendwie nicht. Meier war bei Dynamo Dresden im Laufe der Hinrunde entlassen worden. Da stand die Mannschaft auf Platz 11 und hatte ganze sechs Tore erzielt. Was heißt hier die Mannschaft – Pavel Dobry hatte alle sechs Hütten gemacht. Ohne den wäre der Meier schon viel früher geflogen. Als Dynamo den in der letzten Saison verpflichtet hatte, weil deren Coach Peter Pacult nach Österreich zurück gegangen war, da waren die Tabellenführer. Ich gratulierte öffentlich zur Verpflichtung mit der Weissagung, dass Dynamo sich damit aus dem Kreis der Aufstiegskandidaten verabschiedet hätte, und behielt Recht. Bin ich mittlerweile auch nicht mehr stolz drauf.

Bei seiner vorletzten Trainerstation war Meier bekannter. Er stieg mit dem MSV Duisburg 2005 in die Erste Liga auf. Liest sich schon mal gut. Weniger gut war, dass er sich in der Saison zuvor schon vom MSV-Boss Hellmich, zu dem er ein sehr gutes Verhältnis hatte, einen erstligatauglichen Kader hatte zusammenstellen lassen, mit dem er dann nur im Mittelfeld landete. Damals gab es massive Fan-Proteste gegen ihn, die er aber unbeschadet überstand, weil Hellmich zu ihm hielt. Erst in der darauf folgenden Saison gelang der große Wurf, er brauchte also ein wenig länger, um aus dem Kader eine gute Einheit zu finden. Entlassen wurde er nach dem legendären Spiel gegen den 1.FC Köln am Nikolaustag 2005, als er den Kölner Spieler Albert Streit kurzerhand per Kopfstoß aus dem Weg räumte und anschließend mit gelungener Schauspieleinlage selbst den Getroffenen mimte. Daraufhin gab es den Rausschmiss und vom DFB noch drei Monate Sperre obendrauf.

Also: auf der einen Seite ein Mann, der ein wenig als „Schleifer“ gilt, der so ziemlich unbeirrbar seinen Weg geht und auch nicht zwingend einen Kotau macht, wenn wichtige Offizielle mal etwas von ihm wollen. Auf der anderen Seite ein Mann, der sich in Duisburg nur so lange hielt, weil der große Boss seine schützende Hand über ihn hielt, und der sich in Dresden nur so lange hielt, weil sein Mittelstürmer gut in Form war. Tja, und die Verpflichtung welches Trainers gab Fortuna, der Verein der unbegrenzten Möglichkeiten, am Neujahrstag in einer Pressekonferenz um 15.00 Uhr bekannt? Natürlich Norbert Meier. Zum Glück sickerte diese Information schon an Silvester durch, da konnte man wenigstens unverzüglich damit beginnen, sich die Entscheidung schön zu saufen.

Neben gezielten Kopfstößen bei unliebsamen Gegnern besteht Meiers Spielweise zumeist darin, hinten dicht zu machen, während vorne der liebe Gott helfen soll. Er gilt als Kumpeltyp, der sich stets vor die Mannschaft stellt, in Dresden gab er nach einer Niederlage auch schon mal einen Tag trainingsfrei, damit seine Jungs den Kopf frei kriegten. Na – kommt das jemandem bekannt vor? Denn genau das ist doch wohl der Witz an der Sache – da entlässt man am 12.11.2007 Uwe Weidemann, dann braucht man geschlagene 50 Tage, um einen Nachfolger auszuwählen – und stellt dann Weidemanns Klon ein! Und wie um dies auch noch zu verdeutlichen, gab man Meier direkt mal einen Vertrag bis Juni 2009 – genau so lang, wie der Kontrakt mit Weidemann noch läuft. Dafür haben sie dich also als Tabellen-3. entlassen! Ach Uwe, lach doch noch mal!

Nun will ich nicht gleich den Teufel an die Wand malen. Wenn Meier wirklich ein Uwe-Klon ist – der hat es immerhin in dieser Saison schon an die Tabellenspitze geschafft, wenn’s auch manchmal in den Augen wehtat. Vielleicht schafft der Meier das ja auch? Vielleicht schafft er aber auch noch ganz andere Dinge – ich sage nur: fünf Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz...

Aber da ich natürlich eh nichts an dieser Entscheidung ändern kann, sage ich mal: herzlichen willkommen, Herr Meier! Mein Wunschkandidat sind Sie sicherlich nicht, aber ebenso sicher zählt meine Meinung bei dieser Entscheidung auch nicht. Selten ist ein Trainer bei den Fans mit soviel Skepsis begrüßt worden. Da kann man nur alles Gute wünschen. Und nicht dass Sie meinen, Sie hätten hier ein bisschen Zeit, etwas aufzubauen, wie in Duisburg: bereits die ersten beiden Spiele sind richtungsweisend, das Pokal-Halbfinale gegen Velbert und dann sechs Tage später, das Spiel gegen Tabellenführer Wuppertal. Sollten diese beiden Spiele verloren werden, werden Sie schon Mitte Februar feststellen, dass Düsseldorf keineswegs die „großartige Metropole“ ist, von der Sie in der Pressekonferenz sprachen...

Das kann man übrigens auch noch an einer weiteren Peinlichkeit sehen, die sich kurz vor Weihnachten abspielte, und mit der ich dieses Zwischenspiel beenden möchte: am 19.12.07 gab es nämlich vor Gericht einen Gütetermin zwischen Geschäftsführer Paul Jäger und dem Vorstand. Streitgegenstand: Jäger will, dass der Vorstand eine gegen ihn verhängte Abmahnung zurücknimmt. Und wofür hat er die kassiert? Er soll zur Referentin des Oberbürgermeisters, die allseits bekannte wie beliebte Christina Begale, am Telefon nicht ganz so höflich gewesen sein. Es ging um eine Marketingsache, für die ist Jäger als Geschäftsführer überhaupt nicht zuständig. Ein Wort gab das andere, man hatte sich nichts zu sagen (copyright bei Loddar Maddäus). Frau Begale fand ihre Wichtigkeit unterrepräsentiert und schaltete daraufhin den Vorstand ein, der Jäger die Abmahnung aussprach. Wenn man nun als Kenner weiß, wie diese Dame selbst schon mal gegenüber Leuten auftritt, die ihre Meinung nicht teilen, dann kann man gut über diese Posse lachen. Dass allerdings der Vorstand hingeht und für diese Lachnummer eine Abmahnung ausspricht, lässt einem das Lachen auf dem Gesicht gefrieren. Besonders wenn dann noch Thomas Allofs als Abgesandter des Vorstands vor Gericht erscheint. Okay, der war sicherlich abkommandiert. Schließlich hatte man ihn im November auf der Pressekonferenz zur Trainer-Entlassung dabei erwischt, wie er erstmals seit über vier Jahren, als er in den Vorstand aufrückte, selbst etwas sagte! Und damit er darin nicht die Übung verliert, dachte man sich wohl, schicken wir doch den Thommy mit, soll der sich doch mit dem Jäger rumärgern. Viel peinlicher fand ich, dass auf Nachfrage der Richterin, wer denn nun bei Fortuna für das Marketing zuständig sei, weder die Anwältin des Vorstands noch der Herr Allofs eine Antwort wussten. Und das ist schon wirklich stark. Wobei das Üble daran ist: dem Allofs glaube ich diese Antwort auch noch...

Ich habe übrigens aktuell nicht verfolgt, wie die Sache weiter verläuft, ich bin mit Wichtigerem beschäftigt: ich trage mich mit dem Gedanken, einen Kopfstoß-Workshop anzubieten! Das ist eine Marktlücke, die es zu nutzen gilt! Ich bräuchte dafür nur noch einen Kölner als Zielobjekt. Denn wenigstens hierin beweist Fortuna eine gewisse Kontinuität: nachdem Jörg Albertz im August 2005 beim Spiel gegen Köln II dem Kölner Tobias Nickenig per Kopfstoß das Nasenbein brach und dafür 10 Wochen Sperre erhielt, zog Norbert Meier nur etwas über drei Monate später gegen den Kölner Albert Streit nach (wenn auch zum Glück ohne körperliche Schäden beim Gegenspieler). Jetzt ist Albertz weg, dafür ist Meier da. Da heißt es auch als Fan: auf dem Laufenden bleiben! Wie gesagt, ich bräuchte nur noch einen Kölner. Was macht eigentlich Christoph Daum so in der Winterpause? Der hat schließlich den Vorteil, dass man seine Nase gar nicht mehr groß lädieren kann. Ich bleibe dran!

Für Norbert Meier gibt es diesbezüglich eh nur noch einen Gegner, der ihm würdig sein könnte: der Grotifant. Aber das ist eine andere Geschichte...

Auch wenn’s manchmal schwer fällt: ist doch nur Fußball. Bis hierhin vielen Dank!

janus