Auf nach Kopenhagen!
Erlebnisbericht von Jochen, Fotos von Michael



Am Sonntag nach dem Spiel gegen Leverkusen erklärten mir die Mädels von F&T, sie würden in Kopenhagen leider nicht dabei sein können. Um eine möglichst lückenlose Berichterstattung der Eintrachtspiele auf fotos-und-texte.de gewährleisten zu können, musste ich mich also selbst um eine Karte bemühen. Am Montag gegen 11:00 Uhr schaute ich mit nicht gerade übertriebenem Optimismus ins Eintracht-Forum und fand dort ein keine halbe Stunde zuvor eingestelltes Angebot vom EFC Griesheim: Karte, Fahrt und eine Übernachtung für insgesamt 240 Euro. Das hörte sich ja gut an, manchmal ist man zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Sofort gemeldet, erleichtert festgestellt, dass die Karte noch da ist, gebucht und anschließend nach Urlaub gefragt (Prioritäten müssen ja gesetzt werden, aber mein Chef ist da recht kulant).

Mit dem Nachtzug ging es am Mittwoch Abend nach Kopenhagen, so dass wir Donnerstag noch ausgiebig Zeit hatten, die Stadt anzuschauen. Und man konnte schnell feststellen: alles in Frankfurter Hand! Überall begegneten einem fröhliche Menschen in Schwarz-Weiß-Rot. Was noch auffiel, war die unglaubliche Menge an hübschen Frauen. Noch heute ist es mir ein Rätsel, in den beiden Tagen gegen keinen einzigen Laternenmast gelaufen zu sein, so oft wie ich beim Laufen irgendwelchen Frauen hinterherblickte. Ich wollte nicht, es waren einfach nur natürliche Instinkte. Ein Kollege von mir ist unlängst zur Nationalbank Dänemarks gewechselt, so langsam wird mir auch klar warum. Ich sollte mich da vielleicht auch mal umschauen.

Im Hafenviertel traf ich dann überraschend doch die F&T-Redaktion. Sogleich versuchte ich, guten Eindruck zu schinden, indem ich erklärte, ich sei extra wegen eines Berichts für die Seite nach Kopenhagen gereist. Aber der sei ja nun nicht mehr notwendig... Falsch gedacht, ich wurde trotzdem verdonnert (wer kann diesen Frauen schon einen Wunsch abschlagen?). Na gut, habe ja auch lange nichts mehr geschrieben.

Das Spiel war durch das frühe Tor von Vasoski recht bald gelaufen; es war klar, dass die Dänen wohl keine sechs Tore schießen würden. So konnten die zahlreichen Eintrachtfans sich bald ausschließlich aufs Feiern konzentrieren. Noch eine knappe Stunde nach Abpfiff war die Frankfurter Kurve voll und feierten die Mannschaft, die dies sichtlich genoss. So etwas Fantastisches habe ich noch nie erlebt.

Ein wenig überschattet wurde die Stimmung leider durch einen unschönen Vorfall. In der Kurve ging ein Feuerwerkskörper los, der richtig laut war; ich war ca. 30 Meter entfernt und mir taten noch die Ohren weh. Ein Fan hatte offensichtlich etwas Ernsthaftes abgekommen, er wurde von den Ordnern aus der Kurve getragen. Gute Besserung an dieser Stelle! Mir fehlt absolut das Verständnis für so eine Scheiße. Ohne Näheres zu wissen schätze ich, dass der Täter nicht gefasst worden ist. Verdammt, wenn so jemand so ein Teil zündet, da kriegen das doch mindestens 4-5 Leute mit. Solche Schwachköpfe zu decken hat nun wirklich nichts mit Solidarität zu tun.

Obgleich Kopenhagen im Vergleich zu Frankfurt ein eher teures Pflaster ist, wurde der Abend im Irish Pub sehr lang. So konnte ich mich am Freitag zu keiner längeren Stadtbesichtigung mehr aufraffen und verbrachte den Großteil des Tages in einem Park. Besichtige ich die Meerjungfrau halt ein anderes Mal, werde sicher nochmals Kopenhagen besuchen.

All zu viel Schlaf fand ich auch auf der Rückfahrt nicht, die Schlafwagen sind einfach nicht für Leute mit 1,94m Körpergröße ausgestattet. Wenn ich es mir so recht überlege, sind die Schlafwagen eigentlich allgemein nicht für Leute über 1,75m ausgestattet. Was soll’s, am Sonntag konnte ich den versäumten Schlaf nachholen, was ich dann auch satte 12 Stunden lang tat…
Gespannt auf die Gegner in der Gruppenphase und hoffend auf schöne Auswärtsfahrten:

Jochen


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