Wach und spritzig


27. Januar 2007
Eintracht Frankfurt - Schalke 04 (1:3)

In Frankfurt findet heute die Oberbürgermeisterwahl statt. Die Wahlbeteiligung wird gering sein und der Ausgang wenig überraschend. Was das ganze mit unserem Lieblingsverein und dem Spiel gestrigen Spiel gegen Schalke zu tun hat?

Ganz einfach. Unsere Eintracht hat gegen den zukünftigen Deutschen Meister 1:3 verloren. Das tut natürlich weh, aber andererseits gibt es bei jeder Frankfurter Niederlage einen kleinen Trost: Unseren Trainer Friedhelm Funkel, der seit fast drei Jahren hinter seiner Elf steht. Gestern abend nach dem Spiel zum Beispiel, da wurde er von einem Journalisten gefragt, wie es denn kam, dass die Mannschaft gegen Schalke es nicht geschafft hat, wach und spritzig aufzuspielen. Funkels Antwort fiel knapp aus: "Die Mannschaft war wach und spritzig!" und damit war die Pressekonferenz beendet. Der Mann hat Stil, dachte ich mir. Wäre es nicht schön, wenn wir einen Mann wie ihn als Oberbürgermeister wählen könnten? Nun, nicht dass das heißen müsste, dass Frau Roth in Zukunft unsere Lieblingsmannschaft trainiert. Aber ich bin sicher, wir würden auch für sie einen neuen Job finden.

Apropos neuer Job... Mit dem Beginn der Rückrunde wird sicher mal wieder die eine oder andere Karriere beendet und einige unserer populären Zeitgenossen, die uns regelmäßig in Stadien und auch in Funk und Fernsehen begegnen, werden sich Gedanken über ihre Zukunft machen müssen. Ich hätte da ja die eine oder andere Idee. Günter Jauch zum Beispiel, der ja jetzt doch nicht die sonntägliche Talkrunde von Sabine Christiansen übernehmen wird, der könnte neuer Trainer von Gladbach werden. Jupp Heynckes, der springt beim ARD als Christiansen ein. Wäre nicht nach 500 Spielen der perfekte Zeitpunkt, aufzuhören? In der Bundesliga will ihn sicher niemand mehr haben. Aber als Sabine Christiansen muss man ja nicht unbedingt beliebt sein, schließlich kommen jede Woche neue Gäste. Was machen wir denn dann eigentlich mit Sabine Christiansen? Als waschechtes Nordlicht könnte sie den HSV übernehmen und damit als erste Bundeligatrainerin den Grimmepreis für besonders eloquente Pressekonferenzen erhalten. Thomas Doll nimmt sich eine Auszeit und übernimmt Christiansens Amt als Unicef Botschafterin. Als Unicef-Botschafterin kann Doll schön durch die Welt reisen und nebenbei auch Ausschau nach Nachwuchsspielern suchen. Obwohl, die braucht er ja dann nicht mehr.

Bleiben eigentlich nur noch zwei, die untergebracht werden müssen, die jedoch nicht einfach zu entsorgen sind. Jürgen Klopp und Jörg Pilawa, die beiden nervigsten Showmaster Deutschlands. Ich schlage vor, wir tauschen sie einfach aus und schauen mal, wie lange es dauert, bis es jemand merkt. Jürgen Klopp wird ab sofort nicht nur eine Quizshow moderieren, sondern auch noch verschiedene Kochshows, Pisastudienshows, Sportshows und andere Pilawaesken Formate. Pilawa dagegen wird in Mainz am Spielfeldrand stehen und grinsen und ebenso grinsend Expertenkommentare bei Länderspielen abgeben. Das merkt kein Mensch, wetten!?

Das wird ein Spaß. Obwohl. Das mit dem Bürgermeister war eine blöde Idee. Funkel soll mal weitermachen wie bisher, und Petra Roth wird dies wohl auch tun. Soweit meine Prognose für Frankfurt 2007: Alles bleibt, wie es ist, und das ist auch eigentlich ganz gut so.

Dann bin ich nur mal gespannt auf Pilawas ersten Besuch in unserem schönen Waldstadion nächste Woche....

bild1bild2bild3bild4bild5
bild6bild7bild8bild9bild10
bild11bild12bild13bild14bild15
bild16bild17bild18bild19bild20